Kooperatives Baulandmodell Köln: Erste günstige Wohnungen fertig

Zwölf Jahre nach Einführung zeigt das Kooperative Baulandmodell in Köln erstmals Wirkung: 2025 sind die ersten preisgünstigen Wohnungen fertiggestellt worden. Das Modell verpflichtet Investoren bei größeren Neubauprojekten dazu, mindestens 30 Prozent der Wohnfläche als geförderte Mietwohnungen zu errichten. Ziel ist es, Mieten unter dem Marktniveau zu ermöglichen und zugleich soziale Infrastruktur wie Kitas oder Grünflächen mitzuentwickeln.

Im Jahr 2025 entstanden so rund 383 geförderte Wohnungen. Mieter zahlen hier etwa ein Drittel weniger Miete als im freien Markt. Besonders sichtbar ist das Modell bei Projekten wie den Weiler Höfen in Volkhoven/Weiler oder der Sechtemer Straße in der Parkstadt Süd. Dort kombiniert man geförderte Wohnungen mit frei finanzierten – ein zentrales Prinzip des Modells.

Gleichzeitig bleibt die Lage angespannt: 2025 fielen über 4.300 Wohnungen aus der Mietpreisbindung, insgesamt ist der Bestand an preisgünstigem Wohnraum in Köln in den letzten Jahren stark geschrumpft. Ende 2025 waren nur noch 6,5 Prozent aller Wohnungen mietpreisgebunden.

Die Stadt setzt dennoch auf langfristige Effekte. Aktuell laufen 30 weitere Bebauungsplanverfahren nach dem Baulandmodell. In den kommenden Jahren sollen dadurch tausende neue Wohnungen entstehen – mehr als ein Viertel davon öffentlich gefördert. Das Kooperative Baulandmodell gilt damit als wichtiger, aber langsam wirkender Baustein gegen den angespannten Wohnungsmarkt in Köln.

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