Was ist eigentlich das „Warum“ hinter unserem Projekt? Nun, Gründe gibt es viele. Neben unserer eigenen Motivation, gemeinsam leben zu wollen, hat uns auch die gesellschaftliche Situation zum Nachdenken gebracht. Demographischer Wandel, Pflegenotstand, Vereinzelung, Mangel an (bezahlbarem) Wohnraum, aber auch Themen wie Übergangswohnen und Werteverluste nehmen in der Gesellschaft zu. Was können wir selbst dem entgegenstellen?
Deutschlands Bevölkerung schrumpft und wird dabei immer älter. Schon jetzt sind rund 25% der Bevölkerung 60 Jahre und älter, Tendenz steigend. Das stellt zum einen das deutsche Renten- und Pflegesystem vor eine große Belastungsprobe. Zum anderen sorgt der sinkende Anteil der jüngeren Bevölkerung unter anderem für weiteren Fachkräftemangel, auch in der medizinischen Versorgung und Pflege. Zeitgleich steigt der Anteil an Menschen, die unter Einsamkeit oder psychischen Problemen leiden. Das ist die Herausforderung nicht nur für die Politik, sondern auch für jeden einzelnen Menschen.
Neben der sozialen Komponente spielt auch Nachhaltigkeit beim Cluster-Wohnen eine große Rolle. Mehr Menschen wohnen auf weniger Fläche; die gemeinsame Nutzung von Ressourcen wie Strom, Wärme und Wasser sowie der reduzierte Anschaffungsbedarf schonen Umwelt und Geldbeutel.
Gemeinschaftliches Wohnen ist für uns eine Antwort auf diese Herausforderung. Gemeinsam statt einsam, Unterstützung bei der Erledigung von Alltagsaufgaben, effiziente Nutzung von Ressourcen, Gespräche und Aktivitäten fördern und bei Bedarf gemeinsam Pflegemöglichkeiten schaffen.
Das gilt natürlich nicht nur für gemeinschaftliches Wohnen im Altern, sondern genauso für Alleinerziehende, integrative Projekte, Mehrgenerationen und andere alternative Wohnformen.

