Nachdem die GAG am 10.07.25 die Vermietung der Wohnungen im ersten Projekt der Parkstadt Süd gestartet hat, muss sie mit massiver Kritik kämpfen. Und auch wir fragen uns, wer das bezahlen soll.
Wie die GAG selbst bei den Immobilienangeboten auf der Website schreibt, werden die Wohnungen „in zwei hochwertigen Ausstattungslinien angeboten und haben folgenden Mietpreise: 5.-6. OG € 19,00 Kaltmiete/ pro m² 7.-8. OG € 20,00 Kaltmiete/ pro m² 9.-10. OG € 21,00 Kaltmiete/ pro m² 11.-12. OG € 22,50 Kaltmiete/ pro m² 13.-14. OG € 25,00 Kaltmiete/ pro m².“

Zugutehalten möchten wir jedoch, dass letzte Woche noch Wohnungen mit Wohnberechtigungsschein z.B. bei 66,8 qm für 814,58 EUR Gesamtmiete angeboten wurden. Diese Wohnungen finden sich aktuell nicht mehr auf der Website und haben scheinbar jede Menge Interessierte gefunden.
Dennoch fragen wir uns, wie Menschen mit einem Durchschnittseinkommen in Köln wohnen können, wenn selbst die größte Genossenschaft derartige Preise aufruft. War es nicht eigentlich so, dass Wohnungsbaugenossenschaften das Ziel hatten, kostengünstige Wohnungen für ihre Mitglieder anzubieten? Und bezeichnet nicht die GAG auf ihrer Website, dass lebenswerten und bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung zu stellen, schon immer ihre Aufgabe war? „Um der starken Nachfrage nach Wohnungen gerecht zu werden, bieten wir breiten Schichten der Bevölkerung Wohnraum zu sozial angemessenen Bedingungen. Für uns ist und bleibt Wohnraum ein Sozialgut.“
Liebe GAG, wir wundern uns!
