Zukunft des Älterwerdens und der Pflege

Infolge der Alterung der Gesellschaft werden in Deutschland bis zum Jahr 2049 voraussichtlich zwischen 280.000 und 690.000 Pflegekräfte fehlen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis einer Vorausrechnung zum Pflegekräftearbeitsmarkt mitteilt. Der Deutsche Pflegerat rechnet sogar schon für das Jahr 2034 mit 500.000 fehlende Pflegekräften, wie der Deutschlandfunk berichtet.

Gleichzeitig wird die Zahl der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland allein durch die zunehmende Alterung bis 2055 um 37% zunehmen.  Nach Recherchen des Deutschlandfunks mussten allein 2023 vier von fünf Pflegeeinrichtungen ihr Angebot einschränken, weil Personal fehlte.

Und es fehlt nicht nur Personal, es fehlt auch Geld. Der Bund unterstützt die Pflegekasse mit einer Milliarde EUR jährlich. Zudem steigt der Eigenanteil der Bewohner:innen in Pflegeheimen. Kann der Anteil nicht durch eigene Mittel aufgebracht werden, springen die Sozialkassen ein. Pflege kostet den Staat also eine Menge Geld.

Mit einigen Projekte wird bereits jetzt dagegen gesteuert; es gibt innovative Idee, z.B. von BUURTZORG, einem Nachbarschaftspflegeprojekt, und auch die neue Regierung plant eine „große Pflegereform“.

Lesetipp: Wie kann Deutschland Pflegebedürftige auch 2040 gut versorgen? (Deutschlandfunk)

Detaillierte Informationen zur Statistik unter Pressemitteilung Nr. 124, 2023 und Pressemitteilung Nr. 033, 2024, Statistisches Bundesamt

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