Wohnraum wird knapp in den Städten, die Zahl der Einwohner steigt, gleichzeitig nimmt die durchschnittliche Haushaltsgröße ab und der Bedarf an kleineren Wohnungen für Alleinstehende oder gemeinschaftlichen Wohnprojekten steigt. Folgen dieses Individualisierungstrends in der Gesellschaft sind Vereinzelung und Vereinsamung bei steigenden Wohnkosten und Ressourcenverbrauch.
Wie also wäre es, wenn mehr Menschen sich Wohnraum teilen? Zum Beispiel in gemeinschaftlichen Wohnprojekten wie z.B. in Cluster-Wohnungen.
Diese Wohnform ist eine Mischung aus Wohngemeinschaft und kleineren privaten Wohneinheiten. Dabei gruppieren sich in der Regel kleinere abgeschlossene private Wohnungen mit Bad und ggf. kleiner Küchenzeile um gemeinschaftlich genutzte Räume. Der Begriff „Cluster“ kommt a-us dem Englischen und bedeutet hier, eine „Zusammenballung“ der kleineren Wohneinheiten zu einer großen zusammenhängenden Wohnung. Das Wohnen im Cluster bietet die Möglichkeit, zusammen als sich unterstützende Gemeinschaft zu wohnen und trotzdem ausreichenden privaten Rückzugsraum zu haben.
Lesetipp: Die Forschungsarbeit untersucht Praxisbeispiele und zeigt die Bedeutung des gemeinschaftliches Wohnens zur nachhaltigen Stadtentwicklung.

